Computerfreak.. möchte ich nicht sein

Seit vielleicht viel zu vielen Jahren beschäftige ich mich mit Computern. Es begann in den frühen 1980igern und führte nach dem Umweg einer Ausbildung zum Bankkaufmann 1992 zum „professionellen“ Arbeiten mit Computern, Software und Netzwerken in der Funktion als Systemadministrator.

In der ganzen Zeit wurden und werden meine Kollegen und ich immer wieder als „Computerfreak“ oder kurz „Freak“ bezeichnet. Häufig im Zusammenhang mit Anwenderfehlern: „Ich bin halt nicht so ein Computerfreak wie du“.

Laut Wikipedia wird der Begriff Freak heute „wohlwollend anerkennend verwendet“. Es tut mir leid, aber ich empfinde das beim besten Willen nicht so. Auch und ganz besonders nicht in einer Zeit, wo jeder von uns in seiner Hosentasche mehr Computer und Rechnerleistung mit sich herumträgt als jemals zuvor und diese ganz selbstverständlich nutzt. Keiner von uns ist ein „Freak“, weil er sich mit etwas aus Interesse oder auch nur zum Geldverdienen beschäftigt. Ich empfinde die Bezeichnung immer noch in ihrem ursprünglichen Sinne als abwertend und ich möchte einfach nicht so bezeichnet werden.

Ich werde das erst akzeptieren, wenn dieselben Leute bei der Polizeikontrolle nach Geschwindigkeitskontrolle zum Polizisten sagen: „Tut mir leid, ich bin nicht so ein Sicherheitsfreak wie du“. Oder den Versicherungsvertreter als „Policenfreak“ ansprechen.  Oder Anwälte und Richter als „Rechtsfreaks“ titulieren.

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