Fast jeder, der unter anderem mit dem Einkauf von Computerzubehör zu tun hat, kennt sicherlich die unerbetenen Mailings oder Anrufe von Firmen, die ihre ach so tollen Produkte an den Mann bringen wollen. Das ist prinzipiell auch nichts Schlimmes, solange es nicht überhand nimmt. Allerdings gibt es unter diesen Firmen auch einige schwarze Schafe, die mit mehr als dubiosen Methoden arbeiten. Eine bekannte Variante sind die sehr offiziell wirkenden Rechnungen von angeblichen "Internet-Adressverzeichnissen", denen man doch bitte dringend X.XXX EUR überweisen soll, wenn man weiterhin gelistet bleiben will. Irgendwo im sehr Klein gedruckten findet man allerdings den Hinweis, dass es sich dabei ja nur um ein Angebot handelt, welches man erst mit Bezahlung annimmt. Dass man für sein Geld keinen Gegenwert bekommt, ist dann ein anderes Problem.Dann gibt es Verlage, die ihre Zeitschriften/Nachschlagewerke "unverbindlich zur Ansicht" zusenden wollen. Kostenfreie Rückgabe innerhalb von 4 Wochen wäre kein Problem. In den allermeisten Fällen ist das ein durchaus seriöses Angebot, dessen Abwicklung auch sauber und angenehm über die Bühne geht. Aber die Ausnahmen: Lässt man sich drauf ein und schickt das Werk tatsächlich innerhalb der Frist wieder zurück, bekommt man trotzdem plötzlich Mahnungen oder Ergänzungslieferungen. Denn, welch Überraschung, die Rücksendung ist (angeblich) niemals angekommen. Das lässt sich meist mit ausgedehnten Schriftverkehr, Telefonaten und expliziten Drohungen klären, zeitaufwändig und ärgerlich ist es aber auf jeden Fall. Und das habe ich mehr als einmal erlebt. Ein sehr spezielles Kapitel sind die Telefonverkäufer.Vor etwas 10 Jahren waren in dieser Branche Bildschirmfilter ungeheuer in Mode. Fast täglich rief ein anderer an, der diese Teile wie immer kostenlos und unverbindlich zum Testen zusenden wollte. Für die Jüngeren unter uns: Diese Bildschirmfilter bestanden aus polarisiertem Glas, eventuell noch mit einer dünnen Metallbedampfung, die man vor den böse Strahlung aussendenden Monitor befestigen sollte. Der Kontrast sowie die Bildqualität, ja sogar die Auflösung sollte damit deutlich verbessert werden. Und die böse Strahlung wird geblockt! Teilweise sollten die sogar aus einem Monochrom-Monitor einen Farbbildschirm machen. Nein, das ist kein Witz. Diese Filterverkäufer sind verschwunden. Ersetzt hat sie der im Titel bereits genannte Tonerverkäufer. Dass Toner für Laserdrucker einen großen Kostenfaktor darstellt, dürfte jeder wissen. Dass es in diesem Markt, genau wie bei Tintenstrahldruckertinte, auch alternative Anbieter gibt, die Refill-Kartuschen oder Eigenentwicklungen zu deutlich günstigeren Preisen als die Originale der Hersteller anbieten, ist sehr zu begrüßen. Aber da gibt es eine ganz bestimmte Firma, die mir so richtig sauer aufstößt. Die benutzen eine sehr unangenehme Masche. Ihre Anrufe folgen etwa diesem Schema: Anrufer: "Guten Tag. Spreche ich mit demjenigen, der bei ihnen für den Einkauf von Computerzubehör zuständig ist? Auch Toner für Drucker?" Opfer: "Ähhh. Ja."C: "Sehr schön. Es geht um folgendes: Letztes Jahr haben wir eine Umfrage zum Thema Drucker gemacht und sie haben sich freundlicherweise daran beteiligt. Die Auswertung ist jetzt abgeschlossen und ich freue mich, ihnen als Dankeschön einen Organizer zuschicken zu dürfen."O: "Ahja. So so. Schön."(Habe ich an einer telefonischen Umfrage teilgenommen? Kann schon sein. Weiß ich doch jetzt nicht mehr.<achselzuck>)C: "Dafür müssten wir noch einmal die Adressdaten abgleichen. Ach ja, und die Auswertung hat ergeben, dass unsere Hochleistungstoner besonders interessant für sie wären. Welche Drucker setzten sie noch einmal ein?"O: "Marke Tralala, Typ Trumdieledeldum"C: "Ja, da haben wir den Hochleistungstoner, besonders ergiebig, 3mal so viele Seiten wie mit dem Originaltoner möglich, laber und rhabarber. Und eine Kartusche kostet nur XXX EUR. Da würde ich ihnen zusammen mit ihrem Geschenk/Gewinn gerne mal ein Paket zum Testen zusenden. Natürlich unverbindlich und wenn sie nicht zufrieden sind, können sie das einfach wieder zurückschicken." Wer hier jetzt "Ja" sagt, hat verloren. Er bekommt _drei_ Kartuschen in diesem Paket. Angefangene Kartuschen müssen natürlich bezahlt werden und Rücksendungen werden, Surprise, mit fadenscheinigen Begründungen nicht angenommen.Soweit ist das alles ja nichts besonderes. Schließlich ist jeder selber schuld, wenn er sich auf so etwas einlässt, werden manche sagen. Nicht schön, aber persönliches Pech. Man hätte ja vorher nachfragen können, was da nun genau dran ist. Was ist daran berichtenswert?Nun, diese Story spielte sich vor etwa 5 Jahren ab. Die Angelegenheit konnte mit vielen Telefonaten und unter Androhung der Einschaltung eines Anwaltes erledigt werden. Was passiert jetzt aber seitdem alle Jahre wieder? Ein Anruf kommt aus einem Callcenter. Der oben aufgeführte Dialog beginnt. Ich gebe jetzt nur die Gedanken des Angerufen, also meine :-), wieder: "Hm. Ich habe also an einer telefonischen Umfrage teilgenommen? Kann schon sein. Kenne ich das nicht irgend woher? Ah, ich bekomme als Dankeschön eine Kiste mit südafrikanischem Wein. Schön. Ole ole. Supershow. Toll. Ich trinke zwar nicht, aber kann man ja den Kollegen schenken. Wie? Toner? Ne, oder? das ist doch jetzt nicht wahr? Probieren die es schon wieder?"Also lehne ich mal die Zusendung des "kostenlosen" Tonertestpaketes ab. Was habe ich natürlich auch nie bekommen? Die tolle Kiste Wein. Ach, was war ich traurig. Ein Jahr vergeht. Auch dieses soll natürlich nicht ohne angebliche Umfrage und Dankeschön vergehen. Allerdings bin ich schon etwas enttäuscht und verlange diesmal mit fester Stimme die Löschung aller Daten gemäß Datenschutzgesetz. Und schriftliche Bestätigung. Die Dame klingt zwar etwas frustriert, aber das Leben ist halt hart. Wer jetzt meint, dass sich die Sache erledigt hat, der irrt. Die Bestätigung der Löschung traf nie ein, dafür kam im Folgejahr wieder der Anruf. Nun, probieren wir es halt mal mit kommentarlosem Auflegen.Es half nichts. Es hilft alles nichts. Jahr für Jahr kommt der selbe Anruf. Jahr für Jahr habe ich an nie stattgefundenen Umfragen zum Thema Drucker teilgenommen, Jahr für Jahr erhalte ich tolle Dankeschöns(nicht) und das Angebot, tollen Toner zu testen. Jahr für Jahr. Die Masche, über angebliche Umfragen an meinen Namen gekommen zu sein, widert mich dabei besonders an. Jeder, der als IT-Verantwortlicher arbeitet, weiß, an wie vielen telefonischen Umfragen er jedes Jahr teilnehmen kann. Meist dauern die zwischen 5 und 15 Minuten und bei den Seriösen bekommt man die Ergebnisse dann später auch zugeschickt, hat also durchaus selber einen Nutzen von. Sich mit einer fiktiven, nie stattgefundenn Umfrage da ran zu hängen, um erst einmal einen Fuß in die Tür stellen zu können, empfinde ich im Verbund mit der Penetranz und Lernresitenz dieser Firma als abstoßend. Warum ich das alles hier ausbreite? Es darf geraten werden... Was passierte vor etwa einer Stunde? Wer rief an und teilte mir was mit? Der Erste, der die richtige Antwort weiß, bekommt ein kostenloses Tonertestpaket.....
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Nur einmal im Jahr?
Ich bekomme die Anrufe aus diesen Tonerbuden beinahe täglich. Die Masche ist immer noch die Gleiche. Man hat was gewonnen oder es ist die letzte Gelegenheit sich einen Toppreis zu sichern bevor man aus dem Verteiler gelöscht wird.
Gelöscht hat mich leider noch keiner.
Datensch(m)utz
Besonders interessant finde ich die Begründungen, mit denen solche Firmen (aber durchaus auch seriöse!) sich davor drücken, MIR als Kunde/Betroffener MEINE Daten zu nennen, die sich hinter dem ganzen System verbergen:
"Tut uns leid, dürfen wir nicht rausgeben, Datenschutz!"
Toll, daß der Datenschutz dafür gedacht ist, MIR MEINE Daten vorzuenthalten.
Ich würd mal bei der RegTP anklingeln und denen die Nummer übermitteln, daß Du von den Herren Anrufe kriegst, die nicht von Dir autorisiert sind. In der Regel schieben die da nen Riegel vor.
Rückmeldung: no_datamining AT t-online.de
Es sind ja nun nicht mehr nur die Tonerverkäufer
Es ist erstaunlich, wie einfach diese "Buden" strukturiert sind. Als selbstständiger Admin habe ich, der ich in verschiedenen allerdings recht fachbezogenen Portalen, Listen etc. gelistet bin, habe ich bis vor ca. einem Jahr so ein bis zwei Anrufe pro Woche bekommen, alle unerwünscht, teils aber ganz interessant.
Seit ca. einem Jahr betreiben wir ein großes b2b-Portal mit ca. 80.000 gelisteten Firmen.
Nun treten zwei Effekte ein.
1. Da wir überall gelistet sind, haben sich die Anrufe potenziert. Es geht nicht nur um Toner, sondern um quasi alles. Ich bekomme Standard Action-Packs angeboten, für nur knappe € 700,- pro Jahr. Dafür wird alles von den jeweiligen Firmen in die Wege geleitet (das mag für den Normaluser mitunter sogar sinnvoll sein, da er nicht unbedingt in den Besitz des Selben kommt, was mich aber hierbei etwas irritierte, war die Luxembourger Landeskennung). Zudem scheinen die Callcenter eine Zeitbegrenzung zu haben. Im letzen Jahr habe ich in 3 Wochen 5 Minicooper gewonnen. das erste Telefonat war nach 1 Minute beendet, das zweite ebenfalls, die nächsten drei nach exakt 5 Minuten. Mal drauf achten! Ich habe mir tatsächlich den Spass gegönnt, den doofen zu spielen. Mein Telefon hat mir 4:55, 5:01 (den dritten Wert habe ich vergessen) angezeigt, und die Herrschaften waren dann weg. Mitten im Satz!
Nun find' ich schon mal grundsätzlich scheisse, wenn jemand mitten im Satz
2. Mir wird Geld geboten, damit ich unsere Kundendaten abgebe! Der höchste Betrag war € 5.000,-!
Ich hätte die Daten bislang ungefähr 20 mal verkaufen können. Da wird macher Admin schwach und exakt so, kommen diese Spaten an aktuelle Daten.
Die Kohle könnte ich gebrauchen, weiß Gott,letzenendes zahlt sich aber doch Vertrauen aus.
Also, die Jungs und Mädels möglichst lange vollquatschen, dann lohnt sich deren Geschäft irgendwann nicht mehr!
Gruß aus'm Sauerland
nicht nur Toner
Mittlerweile versuchen die Callcenter es ja auch über irgendwelche angeblichen Lottospiele. und wenn man dann die Löschung will, dann bekommt man erzählt, dass man in drei Monaten aussteigen will und dass sie ja zum Datenabgleich nochmal die eigenen Daten, wie Kontonummer, Adresse und Geburtsdatum braucht. Wenn man nicht drangeht versuchen die es alle 15 minuten wieder. Dann kommt noch dazu, dass wenn man dann einer Firma per Anwalt Untersagt hat, einen anzurufen (wofür man auch wieder XXX€ ausgeben darf), ruft die nächste Firma an. Vor allem würde ich auch mal gerne wissen, woher die immer wieder die neuen Telefonnummern nehmen, da ich seit 1998 an keiner Umfrage mehr teilgenommen habe, egal wie Sinnvoll sie war oder nicht oder auch nur an einem Gewinnspiel teilgenommen habe. sogar auf irgendwelche Mailinglisten verzichte ich aus diesem Grund.
bringt alles nichts... bin ja eigentlich schon froh, dass es bei mir als Privatperson nur 2 anrufe pro Woche sind...
Lösung!
> Warum ich das alles hier ausbreite? Es darf geraten werden... Was passierte vor etwa einer Stunde? Wer rief an und teilte mir was mit? Der Erste, der die richtige Antwort weiß, bekommt ein kostenloses Tonertestpaket.....
Der Weihnachtsmann hat angerufen, es gibt mit Toner versetzte indische Fertiggerichte. Komm ich jetzt ins Fernsehn?
Auch heute noch aktuell
Auch wir hier erhalten jede Woche 1-2 Anrufe, in der man uns irgendwelchen Toner andrehen möchte...
Und natürlich kann man das löschen seiner Daten so häufig wünschen wie man möchte...sie melden sich spätestens in 7 Tagen wieder...und natürlich mit unterdruckter Nummer...
Bei uns ist es folgender anbieter:
XXXXXXXXXXXXXXXX
Falls irgend jemand eine Lösung dafür anbieten kann, wären wir alle dankbar^^
Edit: URL gelöscht. Für Rechtsstreitigkeiten habe ich beim besten Willen keine Nerven.
Michael H. Fischer)
der leidige Toner....ist es nicht alleine
Zwar ein alter Beitrag, aber geändert hat sich an den Praktiken mal gar nichts.
Ist eher noch schlimmer geworden und nicht nur Firmen leiden unter diesen " Callcentermaschen ".
Bekomme im Schnitt 8-10 dieser dubiosen Anrufe pro Woche und wenn ich schon sehe: " Rufnummer unterdrückt ", reagiere ich gründsätzlich gereizt und aggressiv.
Ich hoffe die armen Anrufer, die nur eine analoge Telefonleitung nutzen, werden mir vergeben :-)
Wer " unterdrückt ", der hat auch was zu verbergen !
netten Gruss Manni